Luzern – „die schönste Stadt der Schweiz“ Über das Weltentdecken auf Dienstreisen

Man begegnet ihnen immer wieder: den Männern im Anzug, sorgfältig ausgewählten Manschettenknöpfen und akkurat gebundener Krawatte, die erzählen, dass sie ja die ganze Welt schon gesehen haben, weil sie in nahezu jedem Land der Erde mal zu einer Dienstreise waren. Mir ringt das immer ein leichtes Schmunzeln ab – denn mal ehrlich: wie viel sieht man auf so einer Dienstreise schon, abgesehen von Büro, Baustelle und Hotelzimmer?

Tja und nun: ziehen wir von der Beschreibung das Business-Outfit ab, dann war ich diese Woche auf eben einer solchen Dienstreise und wage es doch tatsächlich auf einem Reiseblog darüber zu berichten.

Eigentlich führt mich die Dienstreise nach Zug, doch unser Gastgeber hat uns Hotelzimmer in Luzern reserviert. Luzern sei die schönste Stadt der Schweiz, sagt er, und deswegen sitzen wir abends in der Bahn, um von Zug nach Luzern zu fahren.

Luzern liegt am Vierwaldstättersee zwischen den Bergen Pilatus und Rigi. Die Stadt gilt als kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Zentralschweiz – eine der sieben Großregionen der Schweiz – und ist Veranstaltungsort zahlreicher Festivals.


Viel sehen wir natürlich nicht von Luzern. Um genau zu sein nur den Bahnhof, das Hotel, das Restaurant und die Wege dazwischen. Aber als wir auf einmal von immer mehr Asiaten mit Kameras umgeben sind, wissen wir, dass wir uns vermutlich nahe der touristischen Highlights der Stadt bewegen.


Wir laufen vom Hotel zum Zunfthausrestaurant Pfistern. Es ist das letzte verbliebene Zunfthaus der Stadt und hat eine wirklich ausgezeichnete Küche. Es liegt malerisch an der Reuss, mit Blick auf die Kapellbrücke und als ob das nicht schon reichen würde, hört man vom nahegelegenen Kornmarkt eine Gruppe Alphornbläser ihre Alphörner blasen.


Die Kapellbrücke ist die älteste und zweitlängste überdachte Holzbrücke Europas. 1993 wurde die Brücke größtenteils durch einen Brand zerstört, aber binnen eines halben Jahres wieder aufgebaut. Die vielen dreieckigen Bilder im Brückengang werden bis heute restauriert.

Am nächsten Morgen stehe ich früh auf – früher als ich für den zweiten Tag meiner Dienstreise gemusst hätte. Doch bevor wir wieder mit der Bahn nach Zug fahren, wollte ich noch einmal an den Vierwaldstättersee, um ihn im sanften Licht des Morgens zu fotografieren.

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Auf dem Rückweg gönne ich mir eine kleine Auszeit. Ich mache Halt in Bregenz, um eine Freundin zu besuchen. Zusammen fahren wir an den Bodensee zur Seebühne, wo gerade Sound und Technik für die kommende Konzertsaison getestet werden. Zu gern wäre ich geblieben, um bei einem Konzert dabei zu sein – die Kulisse ist einfach unglaublich schön!

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Mit den Füßen im Bodensee und der Sonne im Gesicht lassen wir den Nachmittag ausklingen. So schnell war ich schon lange nicht mehr im Entspannungsmodus. Es lohnt sich auf jeden Fall noch mal an den Bodensee zu fahren – nicht nur Bregenz ist einen Besuch wert, auch Lindau und Konstanz sollen wunderschön sein.

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Ob Luzern die schönste Stadt der Schweiz ist? Das weiß ich natürlich nicht. Die Kapellbrücke und das Restaurant haben natürlich ihren besonderen Charme und Reiz. Das Highlight der Dienstreise war aber für mich der kurze Stop in Bregenz. Wie schön eine Stadt ist, liegt halt oft auch an den Menschen, mit denen man seine Zeit verbringt.

2 Gedanken zu “Luzern – „die schönste Stadt der Schweiz“ Über das Weltentdecken auf Dienstreisen

  1. Verena schreibt:

    Luzern durfte ich in diesem Jahr auch zum ersten Mal kennenlernen – lustigerweise auch in Kombination mit Zug. Hat mir beides total gut gefallen und ich finde, dass deine Fotos das Besondere an Luzern sehr gut einfangen! Und super Idee, mehr aus der Geschäftsreise rauszuholen!

  2. Britta schreibt:

    Luzern ist eine tolle Stadt – die Kapellbrücke und das ausgefallene Opernhaus direkt am Vierwaldstätter See haben mir neben der Altstadt besonders gut gefallen.
    Bregenz habe ich mit dem Rad von Lindau aus kommend im letzten Jahr erkundet – schön war es!
    Besonders gut gefallen hat mir neben der Festspielbühne jedoch das kleine Nostalgiebad Mili, welches ebenfalls auf der Strecke lag.
    Vielleicht wirst du es beim nächsten Mal auch entdecken?!

    Viele Grüße aus dem Rheinland,
    Britta

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