Über Lebkuchen, Handwerkskunst und Kamele. Weihnachtsmarkt auf Gut Wolfgangshof

„Der schönste Weihnachtsmarkt, den es gibt!“. Das sagte eine Kollegin zu mir und wenn damit ganz un-lokal-patriotisch nicht der Nürnberger Christkindl-Markt gemeint ist, dann werde ich neugierig. Das Gut Wolfgangshof liegt in der Nähe von Nürnberg/Fürth, nämlich bei Zirndorf. Der Hof wurde 1902 von Graf Faber-Castell (der mit den Stiften und Farben) errichtet und bietet heute jährlich Platz für die „Grüne Lust“, einem 3-tägigen Markt für grüne Produkte, und eben den Weihnachtsmarkt. Etwa 100 Kunsthandwerker stellen ihre Produkte aus, dazu gibt es natürlich noch Speis, Trank und chorale Gesänge, alles angelehnt an bekannte Mittelalter-Weihnachtsmärkte.

Doch ein paar Eigenheiten hat dieser Weihnachtsmarkt. Zum einen gibt es eine handvoll Kunsthandwerker, die tatsächlich direkt vor Ort herstellen. Einen Schmied etwa, aber auch einen Steinbildhauer habe ich gesehen. Für die Kleinen gibt es ein Lagerfeuer für Knüppelteig, ein Boot, ein Kamel und Ponys.

Ich bin bei Weihnachtsmärkten ja immer sehr zwiegespalten. Die Düfte, die Lichter, Waren und auch Getränke und Speisen (Langosch! Angus-Burger! Knüppelbrot!) mag ich sehr. Aber die Menschenmassen… ohje… . Auch dieser Weihnachtsmarkt wird mittlerweile mit Reisebussen angefahren und ist dementsprechend spätestens bei Anbruch der Dunkelheit überlaufen. Auch wenn die Händler sicher ein gutes Geschäft machen, so ist der Stress so manchem doch ins Gesicht geschrieben und nicht jeder ist noch freundlich.

Wer in der Nähe von Nürnberg wohnt und kein Problem mit vielen Menschen auf kleiner Fläche hat, dem sei der Weihnachtsmarkt sehr empfohlen. Es gibt dort tatsächlich mal Produkte, die man nicht auf jedem Weihnachtsmarkt bekommt. Geöffnet ist der Weihnachtsmarkt noch an den nächsten beiden Adventswochenenden ab jeweils 12 Uhr mittags. Eintritt für Erwachsene: 5 EUR.

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