Schokolade ist Gottes Entschuldigung für Brokkoli In und um Rostock

Damit ist das ein für alle mal geklärt: Schokolade ist Gottes Entschuldigung für Brokkoli. Und wo findet man derlei Weisheiten? Im Norden während unseres Ostseeurlaubs auf dem Darß. Aber eigentlich nicht auf dem Darß, sondern auf dem Weg vom Darß nach Rostock. Da kommt man nämlich an Karls Erlebnis-Dorf vorbei. Davon habt ihr noch nie etwas gehört? Dann kommt ihr a) nicht aus dem Norden und habt b) keine Kinder. Die Karls Erlebnis-Dörfer sind da oben bzw. bei Familien mit (kleinen) Kindern nämlich mittlerweile sehr bekannt und beliebt, habe ich mir sagen lassen.

Ich kannte sie ja auch nicht, hatte nur vor kurzem davon gehört. Und als wir bei der Anreise daran vorbei fuhren war klar: da will ich die Tage mal hin.

So ein Erlebnis-Dorf ist ein riesen Areal bestehend aus einer gigantisch großen Halle zum Shoppen von Kleidung, Deko, Essbarem, Küchenutensilien und Trinkbarem. Dazu kommen verschiedene Manufakturen für Marmelade, Schokolade, Backwaren, Seife, Wurst, Erdbeereis, Kaffee und Bonbons und ein Kinder-Erlebnispark mit diversen Fahrgeschäften, einem Kino, einem Maisfeldlabyrinth und einer Eiswelt. Und ich konnte es mir freilich nicht nehmen lassen, mir letztere anzusehen. Eingemummelt in riesengroße gefütterte Ponchos betraten wir die Eiswelt und oh Freude – da war eine ganz große Eisrutsche. Und das ergab dann folgendes Bild: Frauen mittleren Alters (also so 30 aufwärts) rutschten johlend die Rutschen runter während die dazugehörigen Männer, leicht beschämt, am Rand standen und ganz unauffällig Fotos von dem Treiben schossen. Dass Männer auch immer so verklemmt sein müssen…. Tut nicht so erwachsen!

Aber irgendwann ist es dann einfach genug. Das Areal ist auch ein stückweit zu groß und mit zu viel visuellen Eindrücken versehen, dass man dann doch lieber weiter Richtung Rostock fährt. Unser erster Stop ist die Petrikirche in Rostock. Man kann auf den Kirchturm hochfahren (oder laufen) und den Ausblick genießen. Perfekt für eine erste Übersicht über Rostock.

Auch der zweite Stop ist eine Kirche. Die Sankt-Marien-Kirche im Zentrum der Stadt. Hier gibt es zwar keinen Ausblick, aber Schiffe die von der Decke abgehangen sind, eine astronomische Uhr aus dem Jahre 1472 und natürlich viele Gemälde und Skulpturen. Danach schlenderten wir ein bisschen durch Rostock – durch die Einkaufsmeile, an der Stadtmauer entlang. Speisten in einem Steakhouse und aßen echtes Softeis nach DDR-Rezeptur. Kann man glauben oder nicht: ich schmecke da einen Unterschied. Das „West“-Softeis ist irgendwie viel sahniger. Die DDR-Variante ist kristalliger und etwas weniger süß.

Nach der bislang doch eher seichten Unterhaltung, ging es als nächstes zur Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock. Irgendwie ein beklemmender Ort, zu dem ich gar nicht so viel schreiben mag. Schaut euch die Bilder an – sie mussten dafür irgendwie monochrom sein. In Farbe hat für mich irgendwie nicht gepasst.

Nach Kirchtürmen und Kirchen, Steaks, Eis und Beklemmung, lassen wir den Tag im Ostseebad Warnemünde ausklingen. Wir schlendern entlang der Promenade zum Leuchturm und ich steige die Stufen hinauf und genieße den Ausblick.

2 Gedanken zu “Schokolade ist Gottes Entschuldigung für Brokkoli In und um Rostock

  1. Christine schreibt:

    Hihi, das mit dem Brokkoli ist super… das Zeug mag ich ja gar nicht. Der Spruch passt zu mir. 😉

    Die Fotos aus dem Gefängnis sehen wirklich sehr… bedrückend aus. Es ist sicherlich noch mal sehr viel beklemmender, wenn man wirklich dort steht.

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