#Synchronbacken mit Roggenmischbrot Ein Versuch mit Vorteigen

#synchronbacken 10. Juli 2016Während ich Stunden um Stunden im nur dezent um insgesamt drei Stunden verspäteten ICE und im IC-Ersatzverkehrbus verbrachte, stolperte ich über die Aktion „#synchronbacken“ von
1x umrühren bitte aka Kochtopf. Und irgendwie dachte ich so „jo mei, warum nicht?“. Backen ist in den letzten Wochen eh eine meiner Hauptbeschäftigungen. Bei der regelmäßig stattfindenden Aktion sollte es diesmal das „Beilagenbrot“ von frankie’s blog sein.

Das wurde dann für mich in vielerlei Hinsicht eine Prämiere. Zum einen die Teilnahme an sich und dann noch ein Brot mit Vorteig backen. Mit genau zwei Vorteigen! Und darüber hinaus musste ich mich auch erstmals mit ein paar Fachbegriffen auseinander setzen, denn üblicherweise entstehen meine Brote aus Rezepten, die ich A) nicht erst übersetzen muss und bei denen B) alle Zutaten direkt zusammen in eine Schüssel geworfen werden können.roggenbrot_synchronbacken_002

Aber man muss sich ja steigern und weiterentwickeln. Eine wirkliche Herausforderung waren allerdings die Mengenangaben, denn meine Otto-Normalverbraucher*-Küchenwaage geht in
1 g-Schritten, im Rezept tauchen aber 0,1 g bzw. 0,5 g Hefe und 0,5 g Salz auf. Uff. Dazu kommt ja, dass ich nicht mit Frischhefe backe (wir verstehen uns nicht sonderlich gut), sondern mit Trockenhefe. Meine Frisch-zu-Trockenhefe-Umrechnungs-Excel-Tabelle (ohja, da kommt der kaufmännische Freak durch) ergab dann solche Massenangaben: 0,167 g bzw. 0,033 g Hefe. Gelößt habe ich das Problem dann schlicht mit „ein paar Krümelchen Trockenhefe“. Ziemlich ungenau, aber wird schon werden ;-).

Zu allem Überfluss habe ich mich nicht einmal an die vorgegebenen Mehlsorten gehalten, denn Weizenmehl Type 1050 hatte ich nicht im Haus, also habe ich spontan Dinkelmehl des gleichen Mahlgrades verwendet. Das Weizenmehl ist mir dann natürlich für den Hauptteig ausgegangen, also habe ich den Roggenvollkornmehl-Anteil erhöht. Und auf Schweineschmalz hatte ich keine Lust und habe deswegen, wie in den Kommentaren zu dem Rezept auf frankie’s blog vorgeschlagen, Öl genommen. In diesem Fall Haselnussöl, das kam mir irgendwie ganz stimmig vor. Dazu habe ich spontan noch zwei Hände voll einer 6-Körner-Mischung reingehauen. Also alles in allem ist es wohl ein komplett anderes Brot geworden :-D.

So viele Worte für ein Brot – lassen wir dies uninterpretiert. Hier nun aber das Ergebnis, prall gefüllt mit allem was gut ist:

*Fun Fact am Rande: das isländische Äquivalent zu unserem Otto ist Jón Jónsson. Ich steh ja sowas von auf die -son’s. Weiterlesen